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Subjekt und Objekt

Ich geb’s ja zu. Nach zwei Monaten Abstinenz hab ich mich mal wieder auf dem Onlineangebot der “Studenten Bild” rumgetrieben und auch gleich beim großen “Studenten Pisa” mitgemacht.

Wie viele Personen aus Ihrem Bekanntenkreis haben Sie in den letzten sechs Monaten über Naturwissenschaften informiert?

So weit, so lustig, aber der Abschlussfragebogen führte doch zu etwas Stirnrunzeln: Denn wer ist Subjekt und wer ist Objekt? Informiere ich andere oder informieren sich andere bei mir?

Warum betreiben Redaktionen pseudowissenschaftliche Bildungsforschung, wenn Sie nicht einmal sicher im Umgang mit Subjekt, Prädikat und Objekt sind. Und warum fällt so etwas nicht in der wissenschaftlichen Begleitung auf? Naja egal. Hauptsache die Seiten werden voll.

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RTL und das Konzentrationslager?

Vor kurzem hat ein großer Kaffee-Röster eine Werbekampange unter dem Motto “Jedem das Seine” gestartet und dabei nicht bedacht, dass dieser Spruch am Eingangstor des KZs Buchenwald stand. RTL hat das heute auf unentschuldbare Weise getoppt.

Natürlich gebietet es der Respekt vor den Opfern, seine Werbung nicht auf Sprüchen aufzubauen, die im direkten Zusammenhang zu dem Leid und den Tod von Millionen von Menschen stehen. Der Werbeagentur der Kaffee-Kampange kann ich diesen Fehltritt aber nachsehen. Die meisten Menschen — mich eingeschlossen — sind geschichtlich nicht bewandert genug, um zu jedem Spruch zu wissen, ob dieser vorbelastet ist (ob googeln hilft?). Die Kampagne wurde gestoppt und die Firma hat sich entschuldigt. Ungeschickt, aber verziehen.

Unverzeihlich allerdings was die RTL Dschungelcamp Moderatorin Sonja Zietlow über den inzwischen rausgewählten Michael sagt:

[…] denn so ausgemergelt und ausgezerrt wie der am Schluss aussah, wir hatten fast befürchtet, die Rote Armee befreit das Camp.Sonja Zietlow (Referenz, ab 3:15)

Hier wird zur Belustigung der Zuschauer auf die Befreiung der Konzentrationslager angespielt und diese auf einen Ort des Hungers reduziert. Unverhohlen, vorsätzlich und ohne jeglichen Respekt vor irgendwem außer der Quote. Die Dschungelcamp-Teilnehmer sind keine Insassen, keine Opfer, sondern B- und C-Promis, die freiwillig und zum erhofften Karrieresprung das Camp besuchen, dieses jederzeit verlassen können, regelmäßig ausreichend Essen bekommen und denen jederzeit eine solide medizinische Versorgung offen steht. Die Millionen aus rassistischen, politischen, oder anderen vagen Motiven industriell vernichteten Menschen hatten dieses nicht.

Ist das grenzenlose Dummheit oder pure Absicht? Ich bin mir nicht sicher.

Update: Die RTL Presseabteilung hat inzwischen geantwortet. (2008-01-19, 13:56)

“Bei ‘Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!’ handelt es sich um eine Livesendung, bei der die Moderationen für Sonja Zietlow und Dirk Bach von einem Autorenteam kurzfristig vor Ort geschrieben werden. Dass die Sprüche dabei oft überspitzt sind, macht ihren Reiz aus. Im Einzelfall mag ein Spruch auch einmal übers Ziel hinausschießen. Damit die Gefühle von Holocaust-Betroffenen zu verletzen, liegt uns jedoch fern.RTL Kommunikation

Applaus. Standardtext und Schwamm drüber? Ich finde die oft überspitzten Sprüche sind keinesfalls witzig und lösen bei mir allerhöchstens Brechreiz aus.

shoa.de

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How ordinary people become monsters

Philip Zimbardo, who I featured twice already in this blog (How Good People Turn Evil, From Stanford to Abu Ghraib, Would you kill somebody if told to? ), visited the TED conference and told us about how easy it is for good people to turn bad and how simple it is to become a hero.

Take a look!

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A screen that ships without a mouse ships broken

So if you take Wikipedia as a kind of unit, all of Wikipedia, the whole project—every page, every edit, every talk page, every line of code, in every language that Wikipedia exists in – that represents something like the cumulation of 100 million hours of human thought. Clay Shirky

This quote is from an interesting talk Clay Shirky gave at the Web 2.0 Expo in San Francisco this spring. He discusses the common question where people find the time to participate in all the Web 2.0 stuff like Twitter, personal blogs, Wikipedia, and Facebook. He states that this is nothing more than cognitive surplus and that this number is actually quite low compared to our societies dominant “cognitive heat sink” — the television. 200 billion hours per year are spend watching television in the U.S., or 100 million hours every weekend for just watching ads (Don’t miss “Paying for your attention”)…

But contrary to television — which is basically just consumed — the entry level for actively creating new content, new concepts for participation, and new ideas is very low on the internet. Shirky argues that the “physics of participation” is like the physics of weather: A lot of the factors are know, but the output can’t be predicted very well. So a lot cognitive surplus will go into new projects and new ideas. and many many will fail, but some will evolve and finally succeed. Most of these projects were unthinkable some years ago and this will lead to a transformation of society. Towards a society where not only consuming of media is normal, but also producing and sharing. A society where a television set without a mouse for remixing content is considered broken.

I guess he’s right.

Transcript

P.S.: His talk is quite dense and very informative. I don’t consider this to be a complete summary. It’s more like an appetizer.

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Sinkende Qualität im Online-Journalismus und die Jagd nach Klicks

Stefan Niggemeier hat einen sehr interessanten Artikel über die sinkende Qualität im Online-Journalismus und die Jagd nach möglichst vielen PageImpressions veröffentlicht.

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