Wenn ich mit einem Handy- oder Internetanbieter zufrieden bin, renne ich nicht den neuesten Schnäppchen und Angeboten hinterher. Auf meiner SIM-Karte steht nicht O2, sondern noch “VIAG Interkom” – seit mehr als sechs Jahren war ich mit VIAG Interkom bzw. O2 als Handyabieter zufrieden. Mit der letzten Vertragsverlängerung bin ich leider in die Service-Hölle gerannt. Schluss, vorbei und weg. Was ist passiert?
Im April habe ich meinen Mobilfunkvertrag verlängert und dabei drei Monate Gebührenbefreiung, eine Gutschrift und ein neues Telefon eingesammelt. Üblich soweit.
Üblich offensichtlich auch, dass mir bei der telefonischen Vertragsverlängerung Konditionen zugesichert wurden, die anschließend gar nicht, oder erst nach mehrfachen Herummoppern erfüllt werden. Ich glaube fast, dass darauf spekuliert wird, dass viele Kunden so etwas übersehen oder ihnen eine Reklamation zu lästig ist und dann unter’m Strich mit 100 Euro weniger dastehen. So auch die inoffizielle Aussage einer Hotline-Mitarbeiterin, die mir auch gleich dazu geraten hat, gerichtlich gegen ihren eigenen Arbeitgeber vorzugehen. Bizarr.
Die Frage ist für mich in diesem Fall wie eine Firma damit umgeht.##
Nachdem mir erste Zweifel daran kamen, ob es der geschlossene Vertrag auch in die O2 Datenbank geschafft hat, habe ich einige Monate lang probiert eine verbindliche Aussage von O2 darüber zu bekommen. Vieles haben sie mir zugeschickt. Zum Beispiel meinen allerersten Handyvertrag mit Viag Interkom, nicht aber die Konditionen der letzten Vertragsverlängerung.
Die waren offenbar erst Wochen später auffindbar. Meine Reklamation wurde dann allerdings mit der Begründung abgebügelt, ich hätte mich früher melden sollen. Ja wie denn bitte? Mit meinem sechs Jahre alten Vertrag war ja alles in Ordnung – es ging um den neuen, der mir ewig nicht zugeschickt wurde. Unter’m Strich ein äußerst dubioses Geschäftsgebaren.
Doch damit nicht genug. Mein Telefon musste ja auch noch kaputt gehen. Keine große Sache eigentlich: Reklamieren, einpacken, abschicken und neues oder repariertes Telefon auspacken. Fertig.
Nicht so beim O2-Servicepartner: Da kam zweimal das defekte Telefon unrepariert zurück und dank der superschnellen Hotline lag das Telefon insgesamt über 3 Monate defekt irgendwo rum.
Zwischenzeitlich wurde eine Reparatur vollständig ausgeschlossen, nur um mir 3 Tage später mitzuteilen, dass ich natürlich doch das recht auf eine Reparatur hätte.
Geht’s noch? Entscheidet euch!
Für meine ersten Reklamationen gab es doch tatsächlich eine Gutschrift von 30 Euro. Der Stress ging aber weiter. Das Telefon war nach Monaten immer noch defekt und ich habe meine Rechnung entsprechenden gemindert.
Die Hotline wurde schnippisch: Ich hätte schon viele Gutschriften bekommen und damit sei doch alles abgegolten. Na super: Da werden jetzt also vertraglich zugesicherte Gutschriften und Entschädigungen für nicht eingehaltene Vertragskonditionen mit monatelangen Handydefekten aufgerechnet.
Ist es meine Schuld, dass Ihr bei dieser Vertragsverlängerung alles, ja wirklich alles in den Sand gesetzt habt?
Wer monatelang seinem Geld hinterherrennen möchte, noch dazu gerne lange Zeit auf sein Handy verzichten mag und eine Sperrung riskieren will, für den ist O2 genau das richtige.
Mein Fazit: Nie wieder ein Handy- oder Internet-Provider, der derart schlampig arbeitet und nicht zu seinen Fehlern steht. Nie wieder O2.
PS: Der Abschnitt über den Telefondefekt ist gerafft.
Update: Nach der Kündigung kommt wieder etwas Bewegung in die Sache. Inzwischen hab’ ich noch eine Kulanzgutschrift wegen des 3 monatigen Handydefekts bekommen.
Comments
Ernest (not verified)
2008, December 8 - 18:22
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Jo, ich hab ja auch schon vor
gabel (not verified)
2008, December 9 - 14:52
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Da steht Vaderfone aber O2 in
Karsten Brandt (not verified)
2009, January 9 - 11:31
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jep, kann ich nur bestätigen,
Karsten Brandt (not verified)
2009, January 9 - 11:32
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jep, kann ich nur bestätigen,