Mitunter sehr traurig, was man über das Mathematikverständnis von Studierenden, Schülerinnen und Schülern so lesen kann…
“Zur Vorbereitung algebraischen Denkens”, Inge Schwank & Edyta Nowinska, OsnabrückMathematik zu betreiben vorkommt allzu oft zu einer sinnarmen Schreibtätigkeit. Die Formel, diese großartige neuzeitliche wissenschaftliche Errungenschaft erweist sich dann als Fluch. Statt in Richtung geistige Höhenflüge zu führen, ebnet sie diametral den Weg zur Entwicklung geistiger Schwäche.
Ein Abiturient bringt die Art seines Zugangs zum Bearbeiten mathematischer Probleme wie folgt auf den Punkt:
Ich kann nicht denken, ich kann nur rechnen.
Die Frage ist jetzt natürlich, wem man am bequemsten die Schuld dafür in die Schuhe schieben kann. Fachlich unzureichend qualifizierten, didaktisch unbegabten Lehrern, oder doch besser den unmotivierten Schülern?
Offen ist aber vor allem, wie man das am Besten ändert!
Analog dazu ein Befund aus der TIMMS Studie:
Die so genannten differentiellen Itemanalysen zeigen, dass für Abiturienten in Deutschland die relative Aufgabenschwierigkeit zunimmt, wenn diese höheren Kompetenzstufen zuzuordnen sind. Der bedenkliche Befund lautet also: Je anspruchsvoller eine Aufgabe, umso mehr fallen die deutschen Abiturienten hinter Schülern anderer europäischer Län- der zurück.