Ich lese nicht so viel, als dass ich mir anmaßen könnte über Bücher zu schreiben, aber "Glennkill" war einfach zu schaf.
Der Schäfer George liegt eines Morgens tot im irischen Gras &ndash mit einem Spaten in der Brust. Klar, dass das kein natürlicher Tod war. Weniger klar, dass sich ausgerechnet seine Schafherde auf die Suche nach dem Mörder macht. Für irgendwas waren die Krimis dann also doch zu gebrauchen, die George ihnen früher vorgelesen hat.
Die Schafe Miss Maple, Othello, Mopple the Whale, Sir Ritchfield und die ganze restliche Herde sammeln Beweise und Indizien, Schließen und Folgern, Denken und Grübeln über mögliche Täter und ihre Motive.
Dabei wird wirklich herrlich beschrieben, wie sich die Schafe nach und nach ihren Schafskosmos erweitern und sich nach und nach die seltsame Welt der Menschen erschließen. Eine Geschichte aus einer völlig anderen Perspektive.
Toll auch, wie die unterschiedlichen Schafcharaktere sich ergänzen und dadurch die Handlung auf viele Hufe verteilt wird.
So ist Miss Maple, das klügste Schaf von ganz Glennkill – wenn nicht sogar der ganzen Welt, für das Denken zuständig, während sich Mopple the Whale als Gedächtnisschaf alle Dinge merken muss.
Am Ende wird's inhaltlich ein kleines bisschen dünn und eine Spur zu moralisierend. Aber Spass macht das Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Daher von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Eine spannende Geschichte, lustig erzählt, neue Perspektive und humorvolle Dialoge, gepaart mit amüsanten Wortwitz.