OS X Applikationen und Widgets

In meine Blog stelle ich regelmäßig Tipps und Programme für Mac OS X vor. An dieser Stelle werde ich die Programme und Widgets festhalten, die ich nicht nur ein paar Tage und Wochen witzig fand, sondern die Einzug in meinen täglichen Arbeitsrhythmus gefunden haben.

Subethaedit

Subethaedit ist ein Multiuser-Editor zur Kollaboration in Echtzeit, der aber auch zum alleine tippen hervorragend geeignet ist. Er unterstütz Syntax-Highlighting für alle erdenklichen Sprachen von Python bis TeX, ist sehr flott und besticht durch seine aufgeräumte Oberfläche. An Funktionen fehlt mir erstmal nichts, dennoch lässt er sich über AppleScript beliebig erweitern.

Für große Softwareprojekte ist Eclipse & Co zweifelsfrei die bessere Wahl, aber wer mal eben ein Script zusammenschreiben muss, ist mit Subethaedit bestens bedient.

Eine kostenlose -- alte, aber gut nutzbare -- Version ist ebenfalls erhältlich.

Perian

Codecs! Perian installiert ratzefatz alle erdenklichen Codecs in QuickTime und unterstützt eine Vielzahl unterschiedlicher Videoformate.

Journler

Journler ist mein digitaler Zettelkasten. Ein Notizbuch der Superlative.
Immer wenn ich was spannendes festhalten möchte, lege ich in Journler eine neue Notiz dafür an. Mit Überschrift, Erstellungs und Fälligkeitsdatum, einer Reihe von Tags und einem großen Freitextfeld. Praktisch ist, dass man einfach beliebige Dateien wie Bilder, PDFs oder Webseiten und Links zu anderen Notizen dazupacken kann. Diese hängen dann direkt an der Notiz und werden nicht querbeet über die Festplatte verstreut.

Diese Notizen kann man in Ordnern hierarchisch strukturieren und bringt so System ins Chaos. Praktisch sind dabei die "intelligenten Ordner", die beispielsweise automatisch alle unerledigten Aufgaben rausfiltern. Ein Tool für GTD also.

Anmerkung: Evernote (gibt's für Windows und OS X) zielt in die gleiche Richtung, ist aber zusätzlich mit einem Online-Service gekoppelt. Nette Sache, aber ich will für so etwas keine monatliche Gebühr ausgeben und der umsonst-Service schien mir etwas zu eingeschränkt.

Skim

Die "Vorschau" von OS X selbst kann ja schon ne ganze Menge. Bilder zurechtschneiden, Seiten in PDFs umsortieren und verschiedenes mehr. Was mir immer fehlte, war eine Möglichkeit in PDFs interessante Textpassagen zu markieren. Der schlanke und schnelle PDF-Reader Skim holt das nach. Zugegebenermaßen funktioniert das nicht perfekt, da zweispaltige Texte Probleme bereiten und es auch nicht so hipp nach Textmarker-Markierungen aussieht aus wie beim Adobe Acrobat, aber für meine Anforderungen reicht es allemal.

Darüber hinaus hat Skim einige interessante Funktionen für Leute die TeXen: Es kann PDFs bei Aktualisierung automatisch neu laden und Editoren dazu veranlassen, die markierte Textstelle anzuzeigen. Mehr zu TeX weiter unten.

Hyperdock

Wer sich an die neue Startleiste von Windows7 gewöhnt hat und die diversen Funktionen unter OS X vermisst, der wird sich sicherlich über Hyperdock freuen.

Jumpcut

Jumpcut vergrößert die Zwischenablage von einer auf zwanzig Speichermöglichkeiten, die aus der Menüleiste abgerufen werden können. Auf Wunsch bleiben die Schnippsel auch über Reboots hinweg erhalten. Dieses Tool braucht man sicher nicht so häufig, aber ich lasse es trotzdem ständig laufen, da ich mir schon des öfteren wichtige Textschippsel mit irgendeiner Kleinigkeit überschrieben habe.

Dropbox

Über das Programm/den Service Dropbox habe ich ja bereits geschrieben. Dabei handelt es sich um einen kostenlosen Datensicherungs- und Synchronisationservice mit 2GB Speicherkapazität. Einfach einen Ordner des Systems als Dropbox-Ordner deklarieren und dessen gesamte Inhalt wird ständig und unaufdringlich im Hintergrund mit dem Internet und deinen anderen Dropbox-Systemen abgeglichen. Zusätzlichbieter Droppbox auch noch die Möglichkeit, über einen öffentlichen Ordner bequem Dateien über das Internet auszutauschen.

Ich benutze das sogar um Daten zwischen meinem OS X und einer virtuellen Maschine zu synchronisieren...

Transmission

Ein kleiner, aber feiner BitTorrent-Client ist zweifelsohne Transmission. Der Platzhirsch Azuerus ist aufgrund besserer Algorithmen zum Suchen und Finden von Peers bei seltenen Torrents sicherlich etwas im Vorteil. Bei aktuellen und stark geseedeten Torrents wie einer aktuellen Linux-Distro oder so, spielt das aber keine Rolle. Da lege ich meine Prioritäten auf einen kleinen und schlanken Client mit aufgeräumten Userinterface. Und aufgeräumt ist Transmission: Es erinnert eher an einen Downloaddialog, als an einen P2P-Client.

dict.cc Dictionary & Thesaurus

Mein dict.cc Dictionary benutze ich beinahe täglich um Wörter vom Englischen ins Deutsche oder andersherum zu übersetzen. Ich hoffe es spart euch mindestens genauso viel Zeit wie mir.

Darüber hinaus nutze ich noch den deutschsprachigen Thesaurus. Ein englischsprachiger wird ja gleich mitgeliefert.

Chrome

Inzwischen ist Chrome zu meinem Standardbrowser geworden. Chrome ist recht flott und bringt eine sehr aufgeräumte Benutzerschnittstelle mit. Statt URL-Leiste und Suchfeld gibt es nur noch die "Omnibar", die meistens richtig rät, ob man gerade eine ganz bestimmte Seite aufrufen möchte, oder ob man eine Suchanfrage stellt.

Es gibt eine ganze Reihe an Plugins, die den Browser dann noch mal richtig aufwerten (todo: delicious, ireader, ...)

Einige Funktionen die sich im Firefox nur per Plugin nachrüsten lassen, sind in Chrome gleich integriert: Allen voran die Synchronisation von Bookmarks, Plugins, Themes, Sessions usw. zwischen verschiedenen Computer (Obacht! Das läuft dann natürlich alles über Googles Server).

Vienna

Sowohl Apple-Mail, als auch Safari bringen unterstützung für RSS-Feeds mit, die aber nicht so richtig überzeugen. Stattdessen nehme ich Vienna, der nicht zuviel und nicht zuwenig kann. Zum gelegentlichen Feed-Lesen gerade richtig.

Adium

Adium ist der Instant Messaging-Client unter OSX. Er ist über eine Vielzahl frei erhältlicher Themes und Sounds (ich hab die Sounds aber wegkonfiguriert) sehr frei konfigurierbar und unterstützt die meisten IM Protokolle von MSN, ICQ, AIM bis hin zu Jabber und GoogleTalk.

Widget: Minutes

Das vor geraumer Zeit vorgestellte Widget Minues benutze ich regelmäßig. Minutes ist ein Countdown-Timer, der sich sehr einfach benutzen lässt. Alle anderen Timerwidgets die ich kenne, sind unnötig kompliziert und aufdringlich.

Widget: PEMDAS - Taschenrechner^100

Ebenfalls vor einiger Zeit vorgestellt hatte ich den Taschenrechner PEMDAS. Im Gegensatz zu seinem Apple-Pendant sieht er nicht gut aus, unterstützt dafür aber Variablen, eine Vielzahl mathematischer Funktionen und unterschiedliche Darstellungsformen von Exponentialschreibweise bis hin zur Hex.

Unarchiver

Warum sich OS X die Blöße gibt, keine ordentliche Unterstützung für gepackte Dateien mitzuliefern, weiß ich nicht. .tar und .zip geht noch, aber bei den ebenfalls verbreiteten .RAR-Dateien ist dann schon Schluss.

Abhilfe schafft der Unarchiver. Keine nervigen Fenster und vollkommen unaufdringlich. So wie es sein soll.

Growl

Wie bekommt man einerseits effizient und andererseits unaufdringlich mit, was auf deinem Mac gerade vor sich geht und ob z.B. ein langwieriger Download abgeschlossen wurde?

Growl ist ein Systemdienst, in den sich viele der hier vorgestellten Programme einklinken können, um darüber Nachrichten zu verschicken, die dann für einige Sekunden dezent in einer Bildschirmecke angezeigt werden. So kann man schnell entscheiden, ob man auf die Nachricht direkt reagieren möchte, oder ob man sie liegen lassen will. Bei Growl ist einerseits die Art der Darstellung frei konfigurierbar (Größe, Farbe, Dauer, Postion der Einblendung), andererseits kann auch definiert werden, welche Nachrichten man überhaupt sehen will. So ist eine visuelle Rückmeldung über eingegangene Adium-Chatnachrichten sinnvoll, jede An- oder Abmeldung von beliebigen Kontakten ist dann vielleicht doch etwas zu viel.

Tex

Früher was TeX unter OS X ein leidiges Thema. Meine erste TeX-Installation hatte ich unter der debianesquen Packetverwaltung fink. Hat zwar alles prima funktioniert, die Installation war aber durchaus eher aufwändig.

Inzwischen gibt's aber zum Glück MacTex. Mit über 700MB sicherlich total überdimensioniert, aber dafür ist direkt alles dabei und richtig konfiguriert, so kann man einfach loslegen. Zur Literaturverwaltung gibt's dann gleich noch das praktische BibDesk dabei. Eine Art iTunes für wissenschaftliche Artikel.

Virtualbox

Okay. Virtualisierung braucht nun wirklich nicht mehr jeder. Aber denen, die mal ein Windows oder Linux im Fenster laufen lassen müssen, kann ich Virtualbox empfehlen. Absolut brauchbare Desktopvirtualisierung für umsonst. Kleiner Negativpunkt: Ein Windows-Gast kann das Bluetooth-Modul nicht ansprechen und ich habe das tatsächlich mal gebraucht. :)

Du findest, ich hätte ein wichtiges Programm vergessen? Zeig's mir in den Kommentaren.

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There are 4 Comments

Thanks. I guess LyX is pretty powerful but I prefer a minimalist approach: SubEthaEdit and a terminal window for running latex

Ich würde gerne meine Journler-Einträge über Dropbox synchronisieren. Ist das möglich und wie stelle ich das an?

Hi. Ich habe noch eine Anmerkung bzgl. Evernote: Die Limitierungen beziehen sich nur auf die Online-Notizbücher, nicht aber auf die anlegbaren lokalen.

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